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Tipps Daten Klima Geschichte Sitten Flora
& Fauna Bücher
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Landesdaten
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Fläche
Gesamt: 181 040 qkm
Land: 176 520 qkm
Wasser: 4 520 qkm
Landesgrenze
Gesamt: 2572 km lang
Grenzländer: Laos 541 km, Thailand 803 km, Vietnam 1228 km
Küstenlänge
443 km
Gelände
meist flach, Berge im Südwesten und Norden
Höchster Berg
Phnum Aoral 1810 m
Bevölkerung
11 626 520 (Juli 1999)
Altersstruktur
0-14 Jahre: 45% (männlich 2 667 768, weiblich 2 587 590)
15-64 Jahre: 52% (männlich 2 821 772, weiblich 3 197 604)
65 Jahre und älter: 3% (männlich 143 016, weiblich 208 770)
Bevölkerungswachstumsrate
2,49%
Geburtenrate
41,05 Geburten/1000 Einwohner
Todesrate
16,2 Todesfälle/1000 Einwohner
Geschlechter-Verhältnis
bei Geburt: 1,05 männlich/weiblich
unter 15 Jahren: 1,03 männlich/weiblich
15-64 Jahre: 0,88 männlich/weiblich
65 Jahre und mehr: 0,69 männlich/weiblich
Gesamte Bevölkerung: 0,94 männlich/weiblich
Sterblichkeitsziffer
105.06 Todesfälle/1000 Geburten
Lebenserwartung ab Geburt
Gesamte Bevölkerung: 48,24 Jahre
männlich: 46,81 Jahre
weiblich: 49,75 Jahre
Fortpflanzungsrate
5,81 geborene Kinder/Frau
Ethnische Gruppen
Khmer 90%, Vietnamesen 5%, Chinesen 1%, andere 4%
Religionen
Theravada Buddhismus 95%, andere 5%
Sprachen
Khmer (offiziell), Französisch
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Nationalhymne anhören -
Quelle und weitere
ausführliche Daten
finden Sie im World
Factbook. |
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Klima
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Kambodscha besitzt ein tropisches Monsunklima. Die
jährliche
Durchschnittstemperatur beträgt etwa 27 °C. Die Regenzeit
dauert von Mitte April bis Mitte Oktober. Die durchschnittliche
jährliche Niederschlagsmenge beträgt etwa 1400 mm im
zentralen Tiefland, ca. 3800 mm in den bergigen Regionen
und ca. 5000 mm an der Küste.
Monsun
Der Monsun ist ein beständig wehender, kontinentweiter Wind
mit halbjährigem Richtungswechsel. Besonders ausgeprägt ist
der Monsun in Südostasien. Im Winter fließt kühle und trockene
Luft vom Land in Richtung Meer. Das Land trocknet aus. Im
Sommer ändert sich die Windrichtung. Die Luft strömt nun vom
Meer Richtung Land. Im Zusammenhang hiermit kommt es zu
starken Regenfällen, die die mehr oder weniger dürre Trocken-
periode unterbrechen. Diese Änderung der Windrichtung ist das
Ergebnis der unterschiedlichen Erwärmung von Kontinenten und
Ozeanen im Laufe der Jahreszeiten. Der Monsun darf jedoch nicht
nur als regionale Ausgleichsströmung zwischen Land und Meer
gesehen werden. Er ist vielmehr in die planetarischen
Zirkulations-
mechanismen eingebettet und muss auch vor dem Hintergrund der
jahreszeitlichen Verschiebungen der innertropischen Konvergenz
betrachtet werden. Der Sommer-Monsun entspricht hierbei einem
innertropischen Westwind, der Winter-Monsun ist mit dem Nordost-
Passat identisch. Der Monsun kann sowohl nutzbringende als auch
schädigende Auswirkungen haben. Nach sechs Monaten Trockenheit
ist Regen willkommen. Nach mehreren Monsunmonaten besteht je-
doch immer die Gefahr von großen Überschwemmungen.
Quelle: Microsoft
Encarta
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Klimatabelle |
| Monat |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
10 |
11 |
12 |
| Min. Temp °C |
22 |
22 |
23 |
24 |
24 |
24 |
24 |
24 |
24 |
24 |
23 |
22 |
| Max. Temp °C |
31 |
33 |
34 |
35 |
34 |
33 |
32 |
32 |
31 |
31 |
30 |
30 |
| Feuchtigkeit % |
68 |
66 |
64 |
66 |
74 |
76 |
77 |
79 |
82 |
80 |
76 |
72 |
| Regentage |
1 |
1 |
3 |
5 |
6 |
10 |
11 |
11 |
12 |
13 |
9 |
3 |
| Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. |
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Geschichte
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Im heutigen Kambodscha lebten bereits vor 8 000 Jahren
Menschen. Artefakte aus Ton lassen diesen Rückschluß zu.
Das Reich Funan entstand in den ersten Jahrhunderten n. Chr.
Die Handelsbeziehungen reichten bis nach Europa. Im sechsten
Jahrhundert erlangten die Khmer die Macht über Funan.
Die Blütezeit des Khmer-Reiches lag im 9. - 13. Jahrhundert, als
es einen Großteil von Südostasien umfaßte. Die Hauptstadt des
Reiches war Angkor mit dem Tempel Angkor Wat, der im
12. Jahrhundert errichtet wurde und der heute das Wahrzeichen
des Landes ist.
Nach wiederholten Eroberungen durch die Thai wurde 1432 die
Hauptstadt von dem zerstörten Angkor nach Phnom Penh verlegt.
In den folgenden Jahrhundert war Kambodscha unter wechselnde
Oberherrschaft von Thai und Vietnamesen. Bis zur Unabhängigkeit
1953 blieb das Land unter französischer Kontrolle (während des
2. Weltkriegs wurde es von japanischen Truppen besetzt).
Prinz Norodom Sihanouk bestimmte die Politik bis 1970, dann
wurde er von dem proamerikanischen General Lon Nol abgesetzt.
Anhänger von Prinz Norodo, Sihanouk und die kommunistischen
Roten Khmer bekämpften Lon Nol in einem Bürgerkrieg.
Die Roten Khmer konnten 1975 den Bürgerkrieg für sich ent-
scheiden und begannen unter Führung von Pol Pot, das Land
gesellschaftlich und politisch umzustrukturieren: Die Einwohner
der Städte wurden auf das Land umgesiedelt und die Anhänger
der Opposition verfolgt. Sihanouk wurde zwar wieder als Staats-
oberhaupt eingesetzt, trat aber 1976 zurück.
Während der Terrorherrschaft der Roten Khmer starben mehr als
eine Million Menschen an Hunger und Krankheiten oder wurden
umgebracht. Umgebracht wird jeder, der sich irgendwie verdächtig
macht, weil er lesen und schreiben kann, chinesische Eltern hat,
eine Brille trägt oder weil sein Gesicht nicht gefällt.
Im Dezember 1978 marschierte Vietnam in Kambodscha ein und
beendete die Herrschaft von Pol Pot. Präsident der neuausgerufenen
Volksrepublik Kamputschea wurde Heng Samrin. In den nächsten
zehn Jahren versuchten die vietnamesischen Truppen, die Guerilla-
einheiten, die Pol Pot aufgestellt hatte, zu besiegen. 1989 zog sich
Vietnam aus Kambodscha zurück.
1988 begannen Friedensgespräche zwischen der Regierung und drei
Guerillagruppen, die allerdings bis 1990 keine wesentlichen
Ergebnisse brachten.
Im August 1990 vereinbarten die vier Konfliktparteien die Annahme
eines UN-Friedensplanes. Die UN entsandten Truppen und zivile Mit-
arbeiter, um die Verwaltung des Landes neu aufzubauen und Wahlen
zu organisieren. Allerdings wurde der Friedensprozeß durch Kämpfe
zwischen der Regierung, den Gefolgsleuten von Sihanouk und den
Roten Khmer immer wieder in Gefahr gebracht.
Die politische Situation ist nach wie vor instabil: 1994 lieferten sich
Regierungstruppen und Truppen der Roten Khmer eine Reihe von
Gefechten. Die im Juni zwischen den beiden Seiten begonnenen
Gespräche wurden nach kurzer Zeit abgebrochen.
Im April 1998 stirbt Pol Pot und wird auf freiem Felde eingeäschert.
Viele seiner engsten Helfer nehmen hohe Verwaltungspositionen ein. |
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Sitten
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Begrüßungen
Bei der Begrüßung bringen Kambodschaner ihre Hände in Gebetshaltung
vor der Brust zusammen, ohne ihren Körper zu berühren. Je höher die
Hände gehalten werden, desto mehr Respekt wird bekundet. Werden
ältere Menschen oder Personen mit höherem gesellschaftlichen Status
begrüßt, verbeugt man sich leicht, um seinen Respekt auszudrücken.
Falls man Gegenstände hält oder trägt, reicht ein einfaches Kopfnicken.
In Kambodscha gibt man sich zur Begrüßung nicht die Hand, Frauen
werden sogar verlegen, wenn man ihnen zur Begrüßung die Hand reicht.
Neben vielen anderen ist Sok sebai te? (Wie geht's ?) eine mögliche
Grußform.
Gesten
Beim Sitzen sollten die Füße nicht auf ein Bild Buddhas oder eine Person
zeigen. Für die Buddhisten ist der Kopf der heiligste Teil des Körpers,
den man keinesfalls berühren darf. Im Beisein einer älteren oder höher-
gestellten Person sollte man es vermeiden, höher als diese zu sitzen oder
zu stehen. Freundliche Gesten sind sehr wichtig: mit der Hand winken,
ein "offenes" Gesicht, freundlicher Augenkontakt oder Lächeln.
Als unverzeihlich gilt es, jemanden in der Öffentlichkeit zu umarmen.
Einladungen
Unter Freunden und Verwandten sind häufige Besuche ohne vorherige
Ankündigung die Regel. Vor Betreten einer Wohnung oder eines Wat
muss man sich die Schuhe ausziehen. Ein Gast wird bisweilen mit
einem Strauß Jasminblumen auf dem Tisch begrüßt.
Im allgemeinen sind die Kambodschaner außerordentlich gastfreundlich,
aber zurückhaltend, was die Einladung Fremder in ihr Haus anbelangt.
Gästen werden üblicherweise Getränke angeboten. Bei den Mahlzeiten
hat der Gast immer den besten Sitzplatz und bekommt den besten Teil
der Speisen.
Essgewohnheiten
Kambodschaner essen je nach Speise mit Stäbchen, Löffeln oder den
Fingern. Sie mögen Speisen, die von der indischen, chinesischen und
europäischen Küche beeinflusst sind. Im allgemeinen werden die Speisen
in Kambodscha nicht so stark gewürzt wie in den Nachbarländern.
Quelle: Microsoft Encarta |
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Flora & Fauna
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F l o r a
Die Natur Kambodschas ist im Vergleich zu anderen asiatischen
Ländern in einem guten Zustand. Etwa 60 % des Landes sind von
Urwald
bedeckt, in dem es eine artenreiche Flora gibt, die nur in
dieser Gegend
zu finden ist. Die Menschen leben im Einklang mit
der Natur und kennen die
vielen verschiedenen Pflanzenarten, die
für sie von wirtschaftlicher,
medizinischer und kultureller Bedeutung
sind. In den Wäldern wachsen seltene,
vom Aussterben bedrohte
Baumarten, wie der burmesische Ebenholzbaum, der
Schwarzholz-
baum und der siamesische Rosenholzbaum.
Die nicht kultivierte Landschaft kann grob
in folgende Typen
aufgeteilt werden:
Immergrüner Bergwald
Wächst in Höhen über 700 Meter mit kälterem und feuchtem
Klima.
Die Böden sind nährstoffarm und die Bäume erreichen eine Höhe
von
20 Metern. Farne wachsen auf dem Untergrund.
Tropischer Regenwald
Wächst im feucht-warmen Klima unter 700 Metern. Die Bäume er-
reichen eine Höhe von 40-50 Metern. Palmen, Lianen und eine große
Artenvielfalt an niedrigen Bäumen und Büschen gedeiht im Unterholz.
Savanne
Ist geprägt von sehr nährstoffarmen und trockenen Böden. Die
kargen
Wälder sind niedrig und die Vegetation besteht hauptsächlich
aus
stachligen Gewächsen mit harten Blättern.
Mangrovenwälder
Diese Büsche bedecken große Flächen an der Küste und wachsen
an
der Trennlinie zwischen Land und Meer. Die Wurzeln wachsen tief
in
den Boden. Ihre ökologische Aufgabe besteht darin, das Ufer vor
der
Gewalt des Meeres zu schützen. Die vielen Shrimp-Farmen und auch
die Holzkohlegewinnung bedrohen die Mangrovenwälder immer mehr.
F a u n a
Die Urwälder Kambodschas sind ein Reservat von bedrohten
Tierarten.
Welche und wie viele bedrohte Arten überhaupt noch zu finden
sind,
ist unklar. Aufgrund des Bürgerkrieg wurden keine Expeditionen
in
den letzten 25 Jahren unternommen.
Ausführliche Informationen über Kambodschas Fauna finden Sie
bei
der Umweltstiftung WWF |
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