Tipps 

Für die ersten Übernachtungen ist es sinnvoll eine Unterkunft vorab zu buchen. Dadurch haben Sie direkt bei Ankunft eine erste Anlaufstelle und oft ist eine Buchung über das Internet günstiger als direkt vor Ort gebucht.

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Landesdaten 

 Fläche
 Gesamt:  181 035 qkm 
 Land:       176 515 qkm 
 Wasser:      4 520 qkm
 
 Landesgrenze
 Gesamt: 2572 km lang
 Grenzländer: Laos 541 km, Thailand 803 km, Vietnam 1228 km 
 
 Küstenlänge
 443 km 
 
 Gelände
 meist flach, Berge im Südwesten und Norden
 
 Höchster Berg
 Phnum Aoral 1810 m
 
 Bevölkerung
 14 952 665 (Juli 2012)
 
 Altersstruktur
 0-14 Jahre: 32.2% (männlich 2,375,155/weiblich 2,356,305)
 15-64 Jahre: 64.1% (männlich 4,523,030/weiblich 4,893,761)
 65 Jahre und älter: 3.8% (männlich 208,473/weiblich 344,993)
 
Bevölkerungswachstumsrate
1,687%
 
Geburtenrate
25,17 Geburten/1000 Einwohner
 
Todesrate
7,97 Todesfälle/1000 Einwohner 
 
Geschlechter-Verhältnis
bei Geburt: 1,04 männlich/weiblich 
unter 15 Jahren: 1,01 männlich/weiblich 
15-64 Jahre: 0,93 männlich/weiblich 
65 Jahre und mehr: 0,6 männlich/weiblich 
Gesamte Bevölkerung: 0,94 männlich/weiblich 
 
Sterblichkeitsziffer
54.08 Todesfälle/1000 Geburten
 
Lebenserwartung ab Geburt
Gesamte Bevölkerung: 63,04 Jahre
männlich: 60,66 Jahre 
weiblich: 65,63 Jahre
 
Fortpflanzungsrate
2,78 geborene Kinder/Frau
 
Ethnische Gruppen
Khmer 90%, Vietnamesen 5%, Chinesen 1%, andere 4% 
 
Religionen
Theravada Buddhismus 96%, andere 4%
 
Sprachen
Khmer (offiziell), Französisch
 
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  Quelle und weitere ausführliche Daten
  finden Sie im >> World Factbook.




Klima 

Kambodscha besitzt ein tropisches Monsunklima. Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt etwa 27 °C. Die Regenzeit dauert von Mitte April bis Mitte Oktober. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt etwa 1400 mm im zentralen Tiefland, ca. 3800 mm in den bergigen Regionen und ca. 5000 mm an der Küste.

Monsun
Der Monsun ist ein beständig wehender, kontinentweiter Wind mit halbjährigem Richtungswechsel. Besonders ausgeprägt ist der Monsun in Südostasien. Im Winter fließt kühle und trockene Luft vom Land in Richtung Meer. Das Land trocknet aus. Im Sommer ändert sich die Windrichtung. Die Luft strömt nun vom Meer Richtung Land. Im Zusammenhang hiermit kommt es zu starken Regenfällen, die die mehr oder weniger dürre Trocken- periode unterbrechen. Diese Änderung der Windrichtung ist das Ergebnis der unterschiedlichen Erwärmung von Kontinenten und Ozeanen im Laufe der Jahreszeiten. Der Monsun darf jedoch nicht nur als regionale Ausgleichsströmung zwischen Land und Meer gesehen werden. Er ist vielmehr in die planetarischen Zirkulations- mechanismen eingebettet und muss auch vor dem Hintergrund der jahreszeitlichen Verschiebungen der innertropischen Konvergenz betrachtet werden. Der Sommer-Monsun entspricht hierbei einem innertropischen Westwind, der Winter-Monsun ist mit dem Nordost- Passat identisch. Der Monsun kann sowohl nutzbringende als auch schädigende Auswirkungen haben. Nach sechs Monaten Trockenheit ist Regen willkommen. Nach mehreren Monsunmonaten besteht je- doch immer die Gefahr von großen Überschwemmungen.
Quelle: Microsoft Encarta


Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 22 22 23 24 24 24 24 24 24 24 23 22
Max. Temp °C 31 33 34 35 34 33 32 32 31 31 30 30
Feuchtigkeit % 68 66 64 66 74 76 77 79 82 80 76 72
Regentage 1 1 3 5 6 10 11 11 12 13 9 3
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben.



Geschichte 

Im heutigen Kambodscha lebten bereits vor 8 000 Jahren Menschen. Artefakte aus Ton lassen diesen Rückschluß zu. Das Reich Funan entstand in den ersten Jahrhunderten n. Chr. Die Handelsbeziehungen reichten bis nach Europa. Im sechsten Jahrhundert erlangten die Khmer die Macht über Funan. Die Blütezeit des Khmer-Reiches lag im 9. - 13. Jahrhundert, als es einen Großteil von Südostasien umfaßte. Die Hauptstadt des Reiches war Angkor mit dem Tempel Angkor Wat, der im 12. Jahrhundert errichtet wurde und der heute das Wahrzeichen des Landes ist.

Nach wiederholten Eroberungen durch die Thai wurde 1432 die Hauptstadt von dem zerstörten Angkor nach Phnom Penh verlegt. In den folgenden Jahrhundert war Kambodscha unter wechselnde Oberherrschaft von Thai und Vietnamesen. Bis zur Unabhängigkeit 1953 blieb das Land unter französischer Kontrolle (während des 2. Weltkriegs wurde es von japanischen Truppen besetzt).

Prinz Norodom Sihanouk bestimmte die Politik bis 1970, dann wurde er von dem proamerikanischen General Lon Nol abgesetzt. Anhänger von Prinz Norodo, Sihanouk und die kommunistischen Roten Khmer bekämpften Lon Nol in einem Bürgerkrieg. Die Roten Khmer konnten 1975 den Bürgerkrieg für sich ent- scheiden und begannen unter Führung von Pol Pot, das Land gesellschaftlich und politisch umzustrukturieren: Die Einwohner der Städte wurden auf das Land umgesiedelt und die Anhänger der Opposition verfolgt. Sihanouk wurde zwar wieder als Staats- oberhaupt eingesetzt, trat aber 1976 zurück. Während der Terrorherrschaft der Roten Khmer starben mehr als eine Million Menschen an Hunger und Krankheiten oder wurden umgebracht. Umgebracht wird jeder, der sich irgendwie verdächtig macht, weil er lesen und schreiben kann, chinesische Eltern hat, eine Brille trägt oder weil sein Gesicht nicht gefällt.

Im Dezember 1978 marschierte Vietnam in Kambodscha ein und beendete die Herrschaft von Pol Pot. Präsident der neuausgerufenen Volksrepublik Kamputschea wurde Heng Samrin. In den nächsten zehn Jahren versuchten die vietnamesischen Truppen, die Guerilla- einheiten, die Pol Pot aufgestellt hatte, zu besiegen. 1989 zog sich Vietnam aus Kambodscha zurück. 1988 begannen Friedensgespräche zwischen der Regierung und drei Guerillagruppen, die allerdings bis 1990 keine wesentlichen Ergebnisse brachten.

Im August 1990 vereinbarten die vier Konfliktparteien die Annahme eines UN-Friedensplanes. Die UN entsandten Truppen und zivile Mit- arbeiter, um die Verwaltung des Landes neu aufzubauen und Wahlen zu organisieren. Allerdings wurde der Friedensprozeß durch Kämpfe zwischen der Regierung, den Gefolgsleuten von Sihanouk und den Roten Khmer immer wieder in Gefahr gebracht. Die politische Situation ist nach wie vor instabil: 1994 lieferten sich Regierungstruppen und Truppen der Roten Khmer eine Reihe von Gefechten. Die im Juni zwischen den beiden Seiten begonnenen Gespräche wurden nach kurzer Zeit abgebrochen.

Im April 1998 stirbt Pol Pot und wird auf freiem Felde eingeäschert. Viele seiner engsten Helfer nehmen hohe Verwaltungspositionen ein.




Sitten 

Begrüßungen
Bei der Begrüßung bringen Kambodschaner ihre Hände in Gebetshaltung vor der Brust zusammen, ohne ihren Körper zu berühren. Je höher die Hände gehalten werden, desto mehr Respekt wird bekundet. Werden ältere Menschen oder Personen mit höherem gesellschaftlichen Status begrüßt, verbeugt man sich leicht, um seinen Respekt auszudrücken. Falls man Gegenstände hält oder trägt, reicht ein einfaches Kopfnicken. In Kambodscha gibt man sich zur Begrüßung nicht die Hand, Frauen werden sogar verlegen, wenn man ihnen zur Begrüßung die Hand reicht. Neben vielen anderen ist Sok sebai te? (Wie geht's ?) eine mögliche Grußform.

Gesten
Beim Sitzen sollten die Füße nicht auf ein Bild Buddhas oder eine Person zeigen. Für die Buddhisten ist der Kopf der heiligste Teil des Körpers, den man keinesfalls berühren darf. Im Beisein einer älteren oder höher- gestellten Person sollte man es vermeiden, höher als diese zu sitzen oder zu stehen. Freundliche Gesten sind sehr wichtig: mit der Hand winken, ein "offenes" Gesicht, freundlicher Augenkontakt oder Lächeln. Als unverzeihlich gilt es, jemanden in der Öffentlichkeit zu umarmen.

Einladungen
Unter Freunden und Verwandten sind häufige Besuche ohne vorherige Ankündigung die Regel. Vor Betreten einer Wohnung oder eines Wat muss man sich die Schuhe ausziehen. Ein Gast wird bisweilen mit einem Strauß Jasminblumen auf dem Tisch begrüßt. Im allgemeinen sind die Kambodschaner außerordentlich gastfreundlich, aber zurückhaltend, was die Einladung Fremder in ihr Haus anbelangt. Gästen werden üblicherweise Getränke angeboten. Bei den Mahlzeiten hat der Gast immer den besten Sitzplatz und bekommt den besten Teil der Speisen.

Essgewohnheiten
Kambodschaner essen je nach Speise mit Stäbchen, Löffeln oder den Fingern. Sie mögen Speisen, die von der indischen, chinesischen und europäischen Küche beeinflusst sind. Im allgemeinen werden die Speisen in Kambodscha nicht so stark gewürzt wie in den Nachbarländern.

Quelle: Microsoft Encarta




Flora & Fauna 

F l o r a
Die Natur Kambodschas ist im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern in einem guten Zustand. Etwa 60 % des Landes sind von Urwald bedeckt, in dem es eine artenreiche Flora gibt, die nur in dieser Gegend zu finden ist. Die Menschen leben im Einklang mit der Natur und kennen die vielen verschiedenen Pflanzenarten, die für sie von wirtschaftlicher, medizinischer und kultureller Bedeutung sind. In den Wäldern wachsen seltene, vom Aussterben bedrohte Baumarten, wie der burmesische Ebenholzbaum, der Schwarzholz- baum und der siamesische Rosenholzbaum.

Die nicht kultivierte Landschaft kann grob in folgende Typen aufgeteilt werden:

Immergrüner Bergwald Wächst in Höhen über 700 Meter mit kälterem und feuchtem Klima. Die Böden sind nährstoffarm und die Bäume erreichen eine Höhe von 20 Metern. Farne wachsen auf dem Untergrund.

Tropischer Regenwald Wächst im feucht-warmen Klima unter 700 Metern. Die Bäume er- reichen eine Höhe von 40-50 Metern. Palmen, Lianen und eine große Artenvielfalt an niedrigen Bäumen und Büschen gedeiht im Unterholz.

Savanne Ist geprägt von sehr nährstoffarmen und trockenen Böden. Die kargen Wälder sind niedrig und die Vegetation besteht hauptsächlich aus stachligen Gewächsen mit harten Blättern.

Mangrovenwälder Diese Büsche bedecken große Flächen an der Küste und wachsen an der Trennlinie zwischen Land und Meer. Die Wurzeln wachsen tief in den Boden. Ihre ökologische Aufgabe besteht darin, das Ufer vor der Gewalt des Meeres zu schützen. Die vielen Shrimp-Farmen und auch die Holzkohlegewinnung bedrohen die Mangrovenwälder immer mehr.

F a u n a
Die Urwälder Kambodschas sind ein Reservat von bedrohten Tierarten. Welche und wie viele bedrohte Arten überhaupt noch zu finden sind, ist unklar. Aufgrund des Bürgerkrieg wurden keine Expeditionen in den letzten 25 Jahren unternommen. Ausführliche Informationen über Kambodschas Fauna finden Sie bei der Umweltstiftung >> WWF

© 2015 Andreas Schwope - www.datenStudio.de