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Heiraten in Kambodscha (Gelesen: 5489 mal)
Nino31
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Beiträge: 3
17.07.11 um 20:33:31
 
Hallo ich bin 31 Jahre alt und will meine schwangere Freundin dieses Jahr in Kambodscha heiraten. Jetzt hab ich schon erfahren das man 2500$ verdienen muss um zu heiraten. Sind da 2500$ Brutto oder Netto Verdienst gemeint? Und was ist wenn ich nicht so viel habe kann ich dann wirklich nicht heiraten in Kambodscha?

mfg
Nino
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Mattee
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Beiträge: 39
Antwort #1 - 18.07.11 um 18:36:15
 
Hallo Nino,

es stellt sich hier grundsätzlich die Frage ob du überhaupt in Kambodscha heiraten must. Soviel ich weiss wird in Deutschland keine Mindesteinkommen vom zukünftigen Ehemann für eine Ehe vorausgesetzt. Dein Kind wird binational sein weil es einen deutschen Kindesvater hat. Das wirst du wahrscheinlich nachweisen müssen. Damit ist dein Kind Deutscher und Kambodschaner bis zum 18 Lebensjahr und hat ein Anrecht auf einen deutschen Pass. Damit könnte deine Freundin ein Besuchsvisum erhalten oder sogar ein Visum auf Familienzusammenführung. Dann bestände die Möglichkeit ggf. in Deutschland zu heiraten. Ich bezweifel das die Botschaft in PP einer Mutter eines deutschen Kindes die Einreise nach Deutschland verwehrt. Da ich mir aber nicht sicher bin noch mal bei der Botschaft in PP nachfragen. Dort habe ich immer sehr gute Erfahrungen gemacht.

Ich glaube die wenigsten Officer in Kambodscha können Brutto und Netto unterscheiden. Ich könnte ich mir gut vorstellen das diese 2500,- US Regel eine Ermessensentscheidung (Honorarentscheidung) ist. Ich hoffe für dich das deine zukünftige Frau Waise ist. Sonst wird es sowieso knapp mit den 2500,-US.

gutes Gelingen

Mattee
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marc
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Beiträge: 86
Antwort #2 - 18.07.11 um 20:54:15
 
Nino31 schrieb am 17.07.11 um 20:33:31:
Hallo ich bin 31 Jahre alt und will meine schwangere Freundin dieses Jahr in Kambodscha heiraten.

Klingt pessimistisch, aber nur um im Fall der Fälle Streß, Theater und Papierkram sowie Kosten zu vermeiden: Warte mit der Heirat bis das Kind auf der Welt ist UND Du einen Vaterschaftstest hast machen lassen.

Statistisch gesehen soll wohl jedes 4. bis 10. Kind ein Kuckuckskind sein, schon alleine deshalb würde ich - egal in welchem Land ich leben würde - IMMER einen Test machen lassen. Im übrigen könnte ich hier aus dem Stegreif diverse Fälle aufzählen, in welchen verschiedenen Männern Kinder angehängt werden sollten oder angehängt worden sind. Die Väter sind dann meist die kambodschanischen Freunde oder Ehemänner.

Nino31 schrieb am 17.07.11 um 20:33:31:
Jetzt hab ich schon erfahren das man 2500$ verdienen muss um zu heiraten. Sind da 2500$ Brutto oder Netto Verdienst gemeint?

Soweit ich informiert bin ist der Nettoverdienst gemeint. Allerdings schließe ich mich meinem Vorredner an - ich bezweifle stark daß hier jemand den Unterschied kennt bzw. sich überhaupt Gedanken darum macht.
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HWinSR
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Beiträge: 1201
Antwort #3 - 19.07.11 um 03:57:28
 
Diese Bedingungen gelten nur fuer den Fall, dass du eine Kambodschanerin in Kambodscha heiratest.

Falls deine schwangere Freundin Deutsche ist, wuerde ich lieber in D heiraten.

Laut lachend Laut lachend Laut lachend
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dirkk
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Beiträge: 44
Antwort #4 - 23.08.11 um 22:08:45
 
Mattee schrieb am 18.07.11 um 18:36:15:
Soviel ich weiss wird in Deutschland keine Mindesteinkommen vom zukünftigen Ehemann für eine Ehe vorausgesetzt.


Bist du dir da sicher? Ich habe 2002 in Phnom Penh geheiratet und für die Genehmigung um mit meiner Familie zusammen leben zu dürfen muste ich den deutschen Behörden ein Einkommen in der Höhe des Sozialhilfe-Satzes + x% pro Person nachweisen. Wie gesagt wir waren schon verheiratet es ging nur um die Genehmigung zum zusammen zu leben. Ich könnte mir vorstellen, dass die deutschen Einwanderungsbehörden heute eher noch unkooperativer sind als vor gut 9 Jahren...

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Mattee
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Beiträge: 39
Antwort #5 - 24.08.11 um 07:33:28
 
Hallo Dirk,

da ich mir eben nicht sicher bin hatte ich hier geschrieben sich an die Botschaft in PP zu wenden.
Aber bitte meinen Kommentar nicht aus dem Zusammenhang reißen. Der Kern meines Kommentars war das gemeinsame Kind mit Anrecht auf einen deutschen Pass durch den deutschen Kindesvater. Hierdurch eröffnen sich sicher andere Möglichkeiten. Hier dreht es sich vordergründig um das Kindeswohl. Hier dem Kind mit der Mutter die Einreise nach Deutschland zu verweigern um den Kindesvater zu besuchen wäre staatlich verordneter Kindesentzug.
Kindesentzug ist nach internationalem Recht eine Straftat.
Ich bin aber kein Jurist und äußere hier nur meine persönliche Einschätzung von Situationen.

Mattee
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cambodia
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Beiträge: 390
Antwort #6 - 24.08.11 um 11:35:03
 
stimmt schon, das kind bekommt einen eu-pass (in dem fall halt deutschland). aber das heisst noch lange nicht, dass auch die mutter mit darf!!! in jedem eu-land gibt es bestimmte voraussetzungen für den zuzug von nicht-eu-staatsangehörigen. und wenn die nicht erfüllt werden, dann gibt es auch keinen zuzug - auch wenn ein gemeinsames kind da ist! ist hart, ist aber so. auch in österreich z.b. gibt es bestimmungen, die z.b. ein gewisses mindesteinkommen vorschreibt. ist das nicht erfüllt, dann geht auch nix!
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amsterdam
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Antwort #7 - 13.01.12 um 19:36:08
 
Hallo,
das was Cambodia schreibt, stimmt voll. Auch mit dem gemeinsamen Kind (was durch Geburt sofort einen deutschen Pass in PP bekommt) darf die Mutter noch lange nicht nach D. Sie muß das A1 Zertificat erwerben, was nichts anderes bedeutet, daß sie in Kambodia deutsch bis zu einen entsprechenden Level lernen  muß.
Das mit der Heirat in Kambodia komme ich leider zu spät und meine Erfahrungen zu schreiben. Noch nie war etwas leichter, als in kambodia zu heiraten. Jedes Dorf-Standesamt nimmt die Trauung vor (formlos) und händigt den kambodschanischen Trauschein aus. Kostet rund 20 US$. Mit diesem Trauschein geht man in PP zum Aussenministerium und bittet um Beglaubigung bzw. eine amtliche Übersetzung in englisch. Alles in dreifacher Ausfertigung kostet rund 60-80 US$ und das auch nur, wenn man "inoffizielle" Hilfe in Anspruch nimmt. Auf diesem Weg dauert es auch nur 24 Stunden.  Fertig.

Charly
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Logan
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Antwort #8 - 02.07.12 um 15:49:45
 
amsterdam schrieb am 13.01.12 um 19:36:08:
Das mit der Heirat in Kambodia komme ich leider zu spät und meine Erfahrungen zu schreiben. Noch nie war etwas leichter, als in kambodia zu heiraten. Jedes Dorf-Standesamt nimmt die Trauung vor (formlos) und händigt den kambodschanischen Trauschein aus. Kostet rund 20 US$. Mit diesem Trauschein geht man in PP zum Aussenministerium und bittet um Beglaubigung bzw. eine amtliche Übersetzung in englisch. Alles in dreifacher Ausfertigung kostet rund 60-80 US$ und das auch nur, wenn man "inoffizielle" Hilfe in Anspruch nimmt. Auf diesem Weg dauert es auch nur 24 Stunden.  Fertig.

Das kann ich fast nicht glauben, ich habe bisher völlig andere Informationen erhalten.

Einkommesnachweiß, Ehefähigkeitszeugnis, Polizeiliches Führungszeugnis und Gesundheitszeugnis sollen nötig sein, natürlich alles übersetzt und möglichst von der deutschen Botschaft beglaubigt. Dann noch ein Interview bei den örtlichen Behörden, und warten, warten, warten bis da alles geprüft wurde. Billig soll es erst recht nicht sein, da jede Stelle individuelle "Bearbeitungsgebühr" verlangt, soblad klar ist das ein Ausländer mit Geld heiraten will. Verbindliche Summen habe ich noch nicht genannt bekommen, aber die bisher genannten waren mindestens um den Faktor 10 höher.

Wäre aber sehr daran interssiert, mehr über den Weg beim Dorf Standesamt zu erfahren, aber nur wenn es wirklich infos aus erster Hand sind.
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astrovan
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Antwort #9 - 28.10.12 um 04:36:32
 
Logan schrieb am 02.07.12 um 15:49:45:
Einkommesnachweiß, Ehefähigkeitszeugnis, Polizeiliches Führungszeugnis und Gesundheitszeugnis sollen nötig sein, ... Billig soll es erst recht nicht sein, da jede Stelle individuelle "Bearbeitungsgebühr" verlangt, soblad klar ist das ein Ausländer mit Geld heiraten will. Verbindliche Summen habe ich noch nicht genannt bekommen, aber die bisher genannten waren mindestens um den Faktor 10 höher.

Wäre aber sehr daran interssiert, mehr über den Weg beim Dorf Standesamt zu erfahren, aber nur wenn es wirklich infos aus erster Hand sind.


von mir wollte "das außenministerium" 900,-$!
da ich so viel geld nicht dabei hatte und ich zugegebenermaßen auch auf stur gestellt habe, hat die hochzeit erst mal nicht geklappt. ich habe aber noch nicht aufgegeben und versuche es im kommenden november nochmal. die oben aufgezählten papiere braucht man tatsächlich u. a. auch für die deutsche botschaft.
« Zuletzt geändert: 29.10.12 um 17:36:49 von Andreas »
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Gunnar
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Antwort #10 - 01.05.13 um 23:30:22
 
Warum aber in Kambodscha heiraten?
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astrovan
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Beiträge: 12
Antwort #11 - 02.05.13 um 19:29:45
 
Gunnar schrieb am 01.05.13 um 23:30:22:
Warum aber in Kambodscha heiraten?


Alternativen?
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dirkk
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Beiträge: 44
Antwort #12 - 04.05.13 um 07:49:27
 
Gunnar schrieb am 01.05.13 um 23:30:22:
Warum aber in Kambodscha heiraten?


Weil man sich den Stress in Deutschland ein Heiratsvisum zu beantragen nicht unbedingt antun muß. Man möchte ja auch zumindest die Familie der Frau bei der Hochzeit dabei haben, das bedeutet neben dem Heiratsvisum bräuchte man noch das eine oder andere Tourivisum... schon mal versucht die "Rückkehrwilligkeit" eines Eingeladenen zu beweisen? Nee nee hinterher Familinzusammenführung zu beantragen ist schon der bessere und relaxtere Weg. Smiley

Ich brauchte damals (2002) Pass + Ehefähigkeitszeugnis + rechtskäftiges Scheidungsurteil den Rest hat ein "Helfer" völlig akurat und zufriedenstellend bis zur Aushändigung der Eheurkunde erledigt. Danach noch schnell am letzten Tag auf der Botschaft den Antrag auf Familienzusammenführung gestellt und fertig. 3 Monate später rief Schatzi an und sagte Visum erteilt, ich soll Geld für's Flugticket schicken. Bingo Smiley


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amsterdam
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Antwort #13 - 16.05.13 um 18:46:15
 
Es scheint sich ja wohl doch in all den Jahren einiges getan zu haben. Habe weiter unten schon mal von "früher" geschrieben, das war 2004. Nichts war leichter, als in Kambodia zu heiraten und in Deutschland anerkennen zu lassen. Aber heute ??? Es scheint sich vieles getan zu haben.
Da es im Bekanntenkreis mir einige nachgemacht haben (2012) kann ich sagen, daß das Kind nach wie vor sofort einen deutschen Pass erhält, die Mutter aber noch lange nicht. Noch nicht einmal eine Familienzusammenführung, dafür benötigt sie auf jeden Fall das A1 -Zertifikat.
Wenn der Vater das Kind mit nach D bringen will, super einfach, aber die Mutter bleibt bis zur Erfüllung der Voraussetzungen dort, wo sie ist.   L e i d e r .
Karlheinz
Charly
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Duesseldorf
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Beiträge: 7
Antwort #14 - 17.05.13 um 03:53:20
 
Ja, es hat sich so einiges geaendert. Und es ist richtig, dass das gemeinsame Kind nach Eintrag ins deutsche Geburtenregister einen Deutschen Pass bekommt. Wie schwierig dieser Eintrag ist, haengt davon ab, wo man das machen laesst. Wenn man noch in Deutschland gemeldet ist, dann ist das Standesamt zu Hause zustaendig und das erweist sich meist als sehr kompliziert, da die diverse Dokumente mit amtlich anerkannter Khmer-Deutsch Uebersetzung anfordern etc.. Wie auch immer letztendlich bekommt das gemeinsame Kind einen deutschen Pass. Die Mutter bekommt natuerlich keinen deutschen Pass. Warum sollte sie das auch.
Bezueglich der Familienzusammenfuehrung weiss ich nicht, wo du diese Information hast, dass die Ehefrau das A1 Zertifikat braucht. Ich habe 2 mal (das letzte Mal im Juni 2012) von Frau Hartung (also nicht von der Khmer Dame am Schalter), die bei der deutschen Botschaft arbeitet, die verbindliche Auskunft bekommen, dass bei einem gemeinsamen Kind die Mutter ohne A1 Zertifikat die Aufenthaltserlaubnis bekommt. Hintergrund ist, dass man laut EU-Recht (oder deutschem Recht, da bin ich mir nicht mehr sicher), der Mutter nicht ihr Kind vorenthalten darf. Deshalb besteht bei einem gemeinsamen Kind das Recht, dass die Mutter in Deutschland leben darf. Und das theoretisch, bis das Kind 18 Jahre alt ist.
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