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Reise nach Sihanopuk Ville (Gelesen: 4935 mal)
fred2
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06.11.07 um 13:04:45
 
Zur Information, ich wohne in Jomtien.
Fahre mit dem Motortaxi bis an die Bushaltestelle am Lotus. Dort warte ich auf den Bus nach Trat. Die Busse haben das Fahrtziel an der Front in Thai angeschrieben, an der Seite aber in latain. Lasse die Busse nach Rayong und Sattahip durchfahren. Denn dort mußte ich mal 1,5 Stunden auf den Bus nach Trat warten und dieser war voll, so daß ich die weiteren Stunden im Stehen verbringen mußte.
Im Bus nach  Trat fand ich einen Sitzplatz, aber der Radio nervte, um den Lärm zu mildern hörte ich Musik aus dem iPod. Da ich erst um 2:30 ins Bett kam war ich hundemüde und versuchte zu schlafen. Die Strecke dort nach Rayong und Chantaburi ist sehr schön, aber dieses mal hatte ich wegen Übermüdung nichts davon. Die Fahrt kostete B 625. In Trat kam ein Taxifahrer auf mich zu und wollte B 600. Ich nahm den Sammelbus für B 140. Es regnete jetzt einige male stark. Das letzte Stück zur Grenze war ich der einzige Fahrgast.
Wenn man die Grenze überschreitet ist das ein Schritt, wie damals vom Westen in die DDR. Ein Mopedfahrer bot mir die Fahrt nach Kro Kong, etwa 4 km für B 50, das war günstig. Aber andere Fahrer (Mafiosis) umschwärmten mich mit Angeboten von Zigaretten, Mädchen und Drogen, sowie Touren. Die Kerle nervten.
Die Visagebühr ist $ 20, meinem Freund hatten sie aber B 1200 abgenommen. Ich hatte extra eine Visitenkarte von dem Ministerium für Tourismus, die es im Internet gab, mit genommen, fand sie aber nicht.
Als ich in das Zimmer der Migration kam saßen da 4 Uniformierte, sah aus wie bei einem Verhör. Sie forderten sofort B 1100. Ich schmiß ihnen $ 25 Dollar auf den Tisch, die verschwanden sofort in eine Schublade. Eine Offizierin neben mir bot mir einen Sitzplatz an, widerwillig setzte ich mich, nun  fragte sie mich nach Bath, ich gab keine Antwort sie. Da fragte mich auch der Kassier nach Bath. Da ging bei mir eine Sicherung durch, ich rief in die Runde, Bath gibt es keine, laut meiner Infos von dem Ministerium für Tourismus wird das Visum in Dollar bezahlt. Überrascht über meine Wutausbruch, wartete ich ab. Der Kassierer flüsterte wieder was zu seinen Kollegen. Wahrscheinlich, mit dem Verrückten lassen wir uns besser nicht ein.
Die Offizierin fragte mich nach einem Foto, was ich  ihr gab. Der 4. Mann füllte den Visaaufkleber aus. Jetzt kam der 5. Mann ins Zimmer, wohl der Chef und unterzeichnete das Visum. Der 4. Mann klebte das Visum in den Paß. Unterdessen fragte mich die Offizierinn abermals nach Thaibath, ich ignorierte sie einfach. Schlußendlich überreichte sie mir den Paß und führte mich nach draußen, wo ich an einem Schalter den Paß und ein Formular abgeben mußte.
In dem Raum saßen 2 Uniformierte, wohl einer anderen Abteilung. Der eine überprüfte meine Daten per Computer. Danach stempelte der 2. 4 mal den Paß und das Formular. Dann endlich rückte er den Paß raus, ich atmete auf.
Zum Glück regnete es nicht und ich konnte auf dem Moped weiter fahren.

Fred2
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ich
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Antwort #1 - 07.11.07 um 03:11:28
 
Also wenn ich so die Berichte höre, 1200 Baht statt 20 Dollar=700 Baht und die ganze Scheiße, dann vergeht mir echt die Lust über Land nach Kambodscha einzureisen. Letztes Mal bin ich mit Air Asia nach Phnom Phen eingeflogen:
hat so 1500 Bht für den Flug gekostet, weniger als ne Stunde Flug und die Einreise in Phnom Phen ging total schnell, die Beamten am Flugplatz waren nett und ich hab 20 dollar gezahlt. Das wars !!   unentschlossen

Ausreise über Kroh Kong mit einem Bus - durchgehend von Sihanouk ville bis Pattaya bzw. Bkk war völlig problemlos und preislich ok. Hat so 11 Std gedauert bis Pattaya. Karten am Busbahnhof in Sihanoukville.  Dies ganze Umsteigen in Trat und Schlafen in KohKong oder Trat ist doch nur total ! zeitaufwendig, teuer und nervig (Sammeltaxi, mopedtaxi, Gefeilsche um Fahrpreis - und am ende doch zu viel ! )
Keiner will doch nach Trat oder Kroh Kong. Also braucht man einen durchgehenden Bus. Den gibts sogar aber keiner kennt den !
Schon balabala ...
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fred2
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Antwort #2 - 07.11.07 um 03:35:56
 
Richtig !!
so sehe ich das heute auch. Deshalb teile ich Euch ja mein Sch.-Erfahrung mit.
Bin von Saigon nach Bkk mit BKK-Airlines für $ 125 zurück geflogen.

fred2
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fred2
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Antwort #3 - 07.11.07 um 03:39:13
 
Während der Mopedfahrt nach Kro Kong, meinte der Fahrer, bei Regen würde das Boot nach Sihanouk Ville nicht fahren. Das ist leicht möglich dachte ich, den das Boot war eigentlich ein Binnenschiff. Auch mein Freund war letzte Woche mit dem Bus nach Phnom Penh gefahren.
Als wir durch das verregnete Kro Kong durch fuhren, dachte ich, wenn jetzt ein Bus weiter fahren würde, nichts wie weg.
Der Fahrer hielt an einem Zigarettenstand, was das soll fragte ich, Geld wechseln meinte er, nix da, weiter. Nun fuhr er in das Gästehaus River Side, wo ich schon mal früher abgeliefert worden war. Was wird denn das fragte ich den Fahrer. Er meinte Busticket und deutete auf die im Hof stehenden Minibusse. Ok, ich kaufte ein Ticket b 600 für $ 17. Nun wollten die Leute daß ich hier einzog. Hab bei Otto gebucht war meine Antwort und ließ mich weiter zu Otto fahren. Dort fragte mich der Fahrer was ich Abends vorhatte, nichts, war meine Antwort. Wer meine früheren Berichte aus Kro Kong kennt, weiß warum.
Hatte mich bei Otto per Email angemeldet, aber keine Antwort erhalten, da dort das Internet wieder mal nicht lief. Er wollte sich nun eine Sattelitenschüssel zulegen.
Nun ein Chang reingezogen und dazu eine herrliches Cordonbleau mit Gemüse und gemischten Salat. Das entschädigte mich für den stressigen Tag.
Bei Otto gibt es allerlei Informationsmaterial auch über Sihanouk Ville.
Als ich am nächsten Morgen Otto erzählte, daß ich ein Busticket habe, da mir die Leute sagten das Boot würde nicht fahren, meinte er :“Da haben sie Dich betrogen!“ und deutete aus dem Fenster. „Dort steigen jetzt Passagiere ins Boot“ bemerkte er. Ich soll hier niemals etwas im Voraus bezahlen, ergänzte er. Kurz darauf sah ich das Boot abdampfen. Daß ich auf diese Banditen sauer war, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

fred2
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fred2
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Antwort #4 - 08.11.07 um 11:00:44
 
Um 9 Uhr sollte der Bus abfahren, da ich nicht abgeholt wurde, ließ Otto dort anrufen.
Nach 10 Minuten kam ein Minibus, mir wurde der Beifahrersitz zugeteilt. Aber was war das für eine Kiste, keine Klimaanlage, sie Scheibe 2 Sprünge. Der Bus fuhr zum River Site dort mußten wir aussteigen und unser Gepäck nehmen. Nach 20 Minuten kam ein besserer Minibus. Nachdem man uns, 12 Passagiere und das Gepäck hineingezwängt hatte fuhr er ab. Erst mal tanken, wie überall in Kro Kong wurde auch dort mit Bath bezahlt, denn alles wird hier aus TH angeschafft. Danach fuhr der Bus wieder zurück und lud nochmals 2 Fahrgäste auf.
Die Strasse war neu gebaut und durch die Wälder geschlagen, deshalb sah man auch keine Dörfer. Es ging immer Hügel rauf und dann runter zum Fluß. Wir fuhren auf eine neue Brücke rauf, aber gleich wieder seitlich runter. Über einen aufgeschütteten Hang ging´s runter zum Fluß, wo Fähren verkehrten. 5 Leute zerrten gerade ein Moped den Hang hoch, das darüber hinaus gerutscht war. Anscheinend verdienen sich einige Leute ihr Brot damit, die PKW´s hier hoch zu schieben. An den Fähren haben sich etliche kleine Imbißstuben angesiedelt.
Über die Fähren selbst spricht am Besten die Bilderserie:
www.user-tools.de/Touren/touren.html ; und dann Kambodscha, Sihanouk, Anfahrt

Obwohl es bedeckt war wurde es mit 14 Leuten warm im Bus, sobald ein Fahrgast ein Fenster öffnete, blieb der Fahrer stehen und Schloß es. Bis wir allesamt meuterten, ersolle die mickrige AC ausschalten, wir kühlten uns durch die geöffneten Fenster. Hätte die Sonne runter gebrannt, ich wäre durchgedreht.
Da wir das Gepäck auch zwischen den Beinen hatten, konnte man die Beine nicht bewegen. Trotzdem wir 4 mal an den Fähren ausgestiegen sind, hatte ich am nächsten Tag Beinschmerzen. Sobald ich im Restaurant länger saß oder auch nach dem Schlafen kamen die Schmerzen. War es die Schaufensterkrankheit oder hatte es mit Durchblutungsstörungen zu tun. Da ja noch 3 Tage Busfahrten anstanden überlegte ich schon, ob ich mit dem Boot zurück fahren sollte. Da Magnesiumtabletten auch nichts halfen suchte ich eine Apotheke auf. Dort bekam ich für $ 5 Kapseln und die halfen.
In Sihanouk Ville wurde ich von meinem Freund erwartet, der seit einer Woche dort war und mich dort jetzt einführen konnte.
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fred2
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Antwort #5 - 09.11.07 um 07:27:45
 
Victory Hill

Laszlo will mir das Zimmer zeigen, das er für mich für $ 3 reserviert hatte.
Ich bin skeptisch. Er führt mich auf die große überdachte Terrasse. Ein grandioser Ausblick über die ganze Bucht bietet sich mir. Schaue schnell ins Zimmer, großes Bett und WC/Dusche sauber, ok, gebucht. Auch vom Zimmer aus kann ich die Bucht sehen, einfach einmalig durch die Hügellage.
Auf der Straße vor dem Gaestehaus gibt es einen ATM und einen Tante-Emmaladen.
An der Ecke ein Müllhaufen, wo sich gerade 2 Ziegen was raussuchen. Mülltonnen scheint es hier nicht zu geben. In der Dorfhauptstrasse etliche harmlose Bars. Danach marktähnliche Läden, also hier kann man gut einkaufen.
Am Nächsten Tag beschafft mir Laszlo einen Mopedfahrer und ich fahre mit ihm die breite 4 spurrige Straße 2 km entlang. Direkt an der Straße liegt das viat. Konsulat.
$ 45 Dollar werden fällig. Ich warte etwas, ob der Beamte sagt, wann ich das Visum bekomme. Da nach 5 Minuten überreicht er mir den Paß, fertig. Als ich so schnell zurück komme, fragt Laszlo was los war, ob das Konsulat geschlossen war. Das hat er nicht erwartet. Er hatte sein Visum in Ungarn beantragt, hätte besser dort sein Thaivisum beantragt.
Nun gehen wir an den Strand hinunter, ca 300 m. Dieser ist leer, ruhig, fast sauber.
Laszlo hatte aber schon vorher Spritzen am Strand gefunden. Denn hierher kommen die Junkies. Dort gibt es nur geringen Service.
Da es zur Zeit nicht heiß ist, schlage ich vor, wir wandern den langen Strand entlang.
Nach ca 1km kommen wir an eine Großbaustelle, hier wird ein ganzes Touristen-Resor aufgebaut, es nennt sich Hawaii-Beach. Der Strand ist zwar nicht so breit, aber umso länger. Das Resor soll wohl 1500-2000 Gästen Platz bieten. Ich frage mich woher die kommen sollen. In so einer entlegenen Bucht kann man die Touris gut abzocken.
Die Arbeitersiedlung ist fotografisch Interessant und können wie die übrigen Strandbilder unter www.user-tools.de/Touren/touren.html Kambodscha, Sihanouk besichtigt werden.
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fred2
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Antwort #6 - 10.11.07 um 05:58:01
 
Nachtleben in Sihanouk Ville.

Fahre mit Laszlo per Mopedfahrer nach Blue Montain.
Ist eine Gasse wo  Mädchen sitzen und auf Freier warten.
Die Seitenstraßen sind nicht geteert sondern mit Bauschutt aufgefüllt, das heißt sehr holprig. Wir fahren in einen Hof und werden con ca 15 kleinen Vietnamesinnen umringt. Es ist keine Bar aber es gibt im Hof Sitzgelegenheiten. Laszlo hat sich ein Mädchen geangelt. Ich will bei einer eine Cola bestellen, die reagiert aber nicht. Da sagt Laszlo ich müßte mir erst ein Mädchen aussuchen. Ich bin schockiert, ein Mädchen a la cart. Stehe auf und gehe. Die Mädchen fragen warum ich gehe, weil ich hier keine Cola bekomme, gebe ich zur Antwort. Als ich schon an der Einfahrt bin, ruft mir Laszlo zu, er habe die Cola bekommen. Ich setzt mich also an der Einfahrt, wo sonst die Mädchen sitzen hin und nehme die Cola im Empfang. Laszlo mußte sich darum kümmern, daß er das richtige Wechselgeld bekam.
Ich sehe mich nochmals um, diese Schnellkontaktierung im Hof behagt mir nicht. Stelle die Cola ab und gehe weiter. Daneben, wo Kambodscha Mädchen sitzen ist es genau so ungemütlich.
Wir fahren zurück auf den Victory Hill, dort gibt es ja einige Bars. Wir nehme vor einer Bar heraußen Platz. Neben mir sitzt ein adrettes Mädchen. Da sie sehr weiß ist, frage ich sie ob sie aus Vietnam ist. Nein, sie ist von hier und wenig gesprächig. Nach einiger Zeit fragt sie ob sie  mich massieren soll. Ich bin einverstanden und sie massiert mir im Stuhl den Rücken sehr kräftig. Da sie sich Mühe gibt, wollte ich ihr einen Tip eben, aber sie deutete auf das Bier, ok soll sie haben. Sie kommt aber mit einer Cola-Whisky für $ 3 an. Da sie mich weiterhin langweilte verabschiede ich mich.
Laszlo wird jetzt von einer neuen Dame umgarnt. Die Erste roch zu sehr aus dem Mund.
Als ich ihm am Nächsten Morgen nach der Kleinen fragte, bekam ich zur Antwort, er hat sie nicht mit genommen, sie war zu sehr verschwitzt.
Am letzten Abend legte mir Laszlo nahe, die Chickenfarm zu besuchen. Ich hatte zwar keinen Bock aber ich sollte mich doch informieren was hier abends abgeht.
So fuhr ich mit dem Motortaxi hinunter. Unterwegs kamen uns Kühe entgegen. Abends ist die Zeit der Kühe, meinte der Fahrer, anscheinend trotten die zu ihren Ställen.
Es ging am Hafen vorbei. Jetzt erinnerte ich mich, daß ich von Baracken gehört hatte, wo die Fernfahrer einkehrten. Die Straße wurde immer holpriger. Irgendwann lag mitten auf der Straße eine ganze Kuhherde. Die Hütten sahen aus wie in einem Elendsviertel und es gab viele davon. Bei der letzten hielt der Fahrer, dort waren die Vietnamesinnen. Er sagte die werden hier wie Sklavinnen gehalten. Haben keine Papiere und sind bei der Mamasan verschuldet und müssen für wenige Dollar in einem kleinen Verschlag den Freiern zu Diensten sein.
Ich sah auch gleich die Mamasan, die wie eine fette Sau in einer Hängematte hing.
3 Mädchen kamen sofort auf mich zu und bequatschten mich. Ich verstand nur :“no good, no pay“. Ich blieb auf dem Motorrad sitzen, sprach kein Wort, schaute mich um. Die restlichen Mädchen saßen teilnahmslos auf einer Bank. Die neben mir sahen abgearbeitet und krank aus. Ich klopfte dem Fahrer auf die Schulter, damit wir zurück fuhren. Er wollte mir noch die kambodschanischen Mädchen in anderen Hütten zeigen, aber ich hatte genug gesehen.
Laszlo wollte an diesem Abend zu einem Franzosen Essen gehen. Ich begleitete ihn.
Das Essen sah wirklich gut aus, aber mir war der Appetit vergangen.
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fred2
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Antwort #7 - 11.11.07 um 04:32:19
 
Ocheteaul Beach


Ein herrlicher Strand, das Wasser ist sauber, kein Plastik ist zu sehen.
Hier kommt Urlaubsfeeling auf.
Es gibt leider keine Absperrung für Motorboote, diese und Jetski fahren durch die Schwimmenden.
Ein Heer von Händlern, Dienstleistern und Bettlern kommen laufend vorbei.
Was mir auffiel, keine Hunde waren zu sehen, die wanderten wohl in die Bratpfanne.
Doch am nächsten Morgen wurde ich am Strand anders belehrt, als ich die Hundehaufen bemerkte. Die Hunde hielten sich tagsüber vom Strand fern und waren in der schattigen Siedlung.
Es sind verhältnismäßig viele Einheimische hier Kriegsversehrte, die um Almosen betteln. Viele Kinder sammeln Plastikflaschen und Getränkedosen, komischerweise nehmen sie keine Glasflaschen mit, die hier am Strand rum liegen.
Mein Freund der 6 Monate in Asien verbringen will, schleppt immer sein Vermögen mit sich. $ 700,  € 200, B 13.000 und einige Forinds, sowie die Bankkarte und sein Flugticket. Fragt mich jetzt nicht warum, vielleicht will er die Bankgebühren sparen. Auf jeden Fall müssen wir getrennt ins Wasser gehen, um seinen Schatz zu hüten. Meine Vorschläge, daß ich die Bankkarte verwahre und er sein „Vermögen“ doch aufgeteilt verwalte, schlugen fehl.

3 Grazien erweckten unsere Aufmerksamkeit, sie begaben sich ins Wasser, legten aber ihren Tarong nicht ab, sonderbar. Sie gehörten zu 3 Männern, es kam dann eine Dame mit einer Spiegelreflexkamera hinzu, die Aufnahmen von den 3 Schönen am Strand machte. Entweder waren das Geschäftsleute oder Mafiosi, so wie die auftischten. Am Seitentisch zählte ich 15 Limodosen. Sie fuhren einen Lexus mit einer Regierungsnummer. Später wurden wir von Expats aufgeklärt, das waren Polizisten.

Am Nachmittag war es mit der Gemütlichkeit vorbei, jetzt war der Strand mit einigen Farangs belegt und die pausenlose Bettlerei wurde unerträglich.
Als wir festgestellt hatten, daß die Liegen kostenlos waren, wenn man den Service in Anspruch nahm, bestellten wir Essen und Getränke. Danach ließ ich mir die Nägel schneiden, was ein Fehler war, denn die Zange sah recht alt aus. Über 2 Wochen hatte ich ein Nagelgeschwür am Finger und mußte Antibiotika einnehmen.
Auch sollte man sich in TH nicht am Strand die Füße bearbeiten oder massieren lassen. Denn mit einem Lumpen werden die Füße vom Sand befreit, der Fußpilz läßt grüssen.
Hier in diesem Stadtteil war es abends noch langweiliger, es gab zwar einige Restaurante, aber vor 23 Uhr waren die Lokale leer.

Am nächsten Tag waren sehr viele Einheimischen am Strand, vornehmlich Jugendgruppen, denn es war Feiertag. So beschlossen wir abzureisen.

Fred2
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fred2
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Antwort #8 - 12.11.07 um 11:05:21
 

Laszlo fand raus. Daß das Gästehaus G.S.T. auch ein Busunternehmen hatte und dieses für $ 4 nach Phnom Penh fuhr. Alles was billig ist reizt Laszlo. Es war ein Bus nur mit Einheimischen, ein Junge kotzte während der Fahrt auf den Gang, das wurde mit der Zeit einfach festgetreten. Die Klimaanlage war so laut und kämpfte mit dem TV.
Wir fuhren durch einige Dörfer, wo sich die Märkte neben der Straße befanden. Die Märkte standen im Müll. Einer stand durch den Regen in einer Lache aus Abfall, Plastik, Papier, Obst- und Fischreste etc. Ich möchte da nicht mit Sandalen durch diese Bakterienbrühe latschen.

In Pnom Penh war es mit Einemal sauber. Sofort buchten wir für die Weiterreise die Tickets, bekamen aber nur mehr welche für 11:45 zu $ 10 am nächsten Tag. In der Hauptsaison könnte man da Probleme bekommen. In der Nähe  der Busstation suchten wir ein Gästehaus, es gab dort viele und nahmen je ein Zimmer für $ 5. Während wir zum Mekongufer liefen, fiel mir auf. Daß jedes 5. Geschäft eine Apotheke war. Es war so dunkel, daß wir vom Mekong nichts sahen, nur einige beleuchtete Boote. So suchten wir ein Restaurant auf, das hatte beleuchtete Bilder von verschiedenen Speisen an der Hauswand. Da entdecke ich etwas exotisches „Thüringer Bratwurst mit Sauerkraut und Bratkartoffeln“. Im Lokal entdeckte ich noch einen wunderschönen Apfelstrudel, die Chance ergriff ich, wer weiß ob ich so was wieder bekomme. Das junge Personal sprach hervorragend englisch und leistete besten Service. Etliche Farangs mit einheimischen Mädchen kamen ins Lokal, verschwanden aber nach oben. Laszlo ging nachschauen. Im 1. Stock hielten sich die meisten Gäste auf, aber es offen, also zu warm.
Als wir zurück ins Gästehaus fuhren kamen wir am Markt vorbei. Dort stand ein riesiger Container für den Abfall. Darauf waren 3 Leute und durchsuchten ihn, dabei schmissen sie etlichen Abfall auf die Straße. Wohl zur Freude der Hunde, Katzen und Ratten.
Am nächsten Tag war wieder Feiertag, sodaß der Markt geschlossen war, ich mache dort gerne Aufnahmen. Aber rund um das Marktgebäude waren genug Stände. Ich stellte fest, daß es hier Obst aus Kalifornien gab, wohl für die Hotels.
In einem Tankstellenladen entdeckte ich 2 Polizisten, einem mit MP, die beobachteten von hier einen Geldtransporter. Als ich sie fragte fotografieren zu dürfen, gingen sie in Stellung. An der Tankstelle war noch ne Besonderheit, fahrbare Gitter trennten die Tankstelle, nur wer bezahlt hatte wurde durchgelassen.

Nach Saigon waren es 426 km, aber der Bus sollte 6 Stunden benötigen. Hinter Phnom Penh ging es sehr langsam weiter, denn es war eine Dorfstrasse. Erst etliche km auswärts kamen wir auf eine neue erweiterte Straße. Diese hatten die Mopedfahrer für sich beschlagnahmt. Zu Dritt fuhren sie neben einander und ließen sich auch durch das Gehupe des Busses nicht stören. Sodaß der Bus bei den Überholmanövern nach links ausweichen mußte.
Überall sah man das Land unter Wasser, für Reisanbau ok, aber für sonstige Landwirtschaftliche Verwendung wohl ungeeignet.
An der Grenzstation ging es nochmals imposant zu, prächtige Bauten fanden sich hier.
Der unterschied zu beiden Ländern ist mit DDR- und West-Übertritt vergleichbar.

Fred2

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helbob
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Antwort #9 - 14.11.07 um 21:15:29
 
Hallo Fred
guter und sehr asuführlicher Bericht. Ich habe gerade nur einen Teil gelesen.

Eine Frage: Konnte man als du dort warst Mopeds ausleihen, den angeblich wurde es verboten?


Gruss
helbob
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fred2
Gast
Antwort #10 - 15.11.07 um 00:28:17
 
@helbob,

Ja, in Sihanouk konnte man Mopeds für $ 3 p.Tag ausleihen.
Der Verkehr ist sehr ruhig, die Mopeds fahren mit 30 km, ohne Helme und keine Rückspiegel.

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Sharkie
Member**
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Beiträge: 178
Antwort #11 - 15.11.07 um 07:32:01
 
Verboten ist es trotzdem, v.a. im Stadtgebiet von SV. Siehe auch "Moped fahren in Sihanoukville" unter Reisefragen und Antworten. Ich wäre vorsichtig... Kann teuer und extrem nervig enden.
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